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Kinderbetreuung

Einige Ihrer Hochzeitsgäste haben vielleicht Kinder. Wünschen Sie sich eine Hochzeit, bei der vielleicht Kinder mitwirken (vgl. Rubrik Blumenkinder)? Oder haben Sie Angst, dass Ihre Trauung durch Kindergeschrei unterbrochen wird? Auf jeden Fall sollten Sie das Gespräch mit den Eltern suchen. Vielleicht organisieren Sie vor Ort ein spezielles Kinderprogramm? Einen Kindertisch? Es gibt unzählige Varianten, Ihre Hochzeit für alle Beteiligten zu einem unvergesslich schönen Tag werden zu lassen.

 

Kirchliche Trauung

Römisch-katholische Trauung

Die Eheschliessung zwischen Christen ist nach katholischer Auffassung stets ein Sakrament. Nach katholischem Glauben spenden sich die Brautleute gegenseitig das Ehesakrament. Das Brautpaar wendet sich an einen Priester, bringt die Taufbescheinigung mit, welche nicht älter als sechs Monate sein darf. Danach findet ein Ehevorbereitungsgespräch statt und es wird ein Ehevorbereitungsprotokoll erstellt. Nach der Trauung wird dieses durch die Brautleute und Trauzeugen sowie durch den Priester unterzeichnet. Die römisch-katholische Trauung setzt in der Schweiz eine Ziviltrauung voraus.

Evangelisch-reformierte Trauung

Für die evangelische Kirche ist die Ehe eine weltliche Angelegenheit und ist mit der Ziviltrauung besiegelt. Es findet ein Gottesdienst anlässlich einer Eheschliessung statt und die Ehe wird unter den Segen Gottes gestellt. Die evangelisch-reformierte Trauung setzt in der Schweiz eine Ziviltrauung voraus.

Ökumenische Trauung

Ein reformierter Pfarrer gestaltet den Gottesdienst zusammen mit einer von der katholischen Kirche autorisierten Person.

In einigen Kirchen und Kapellen können zudem freie Trauungszeremonien stattfinden. Das heisst, die Kirche kann gemietet werden. Informieren Sie die zuständige Person bei der Reservation der Kirche darüber, dass eine freie Trauungszeremonie stattfinden soll.

 

Knigge für Hochzeitsfeier

Zusage zur Hochzeit: Geben Sie frühzeitig Bescheid, ob Sie kommen und ob Sie Begleitung mitbringen. Das Brautpaar hat eine Menge zu organisieren. Ist auf der Einladungskarte ein genaues Datum für eine Zu- oder Absage angegeben, dann halten Sie sich daran. Oftmals liegt der Einladung auch eine Antwortkarte bei, die ohne Umstände ausgefüllt werden kann. Im Idealfall ist diese sogar schon fertig frankiert.

Pünktlichkeit: Kommen Sie rechtzeitig zur Kirche. Knarrende Kirchentüren oder klackernde Absätze sind ziemlich auffallend uns stören die Zeremonie (Trauung). Erkundigen Sie sich also genau, wo sich die Kirche befindet und kalkulieren Sie eine realistische Anfahrtszeit ein. Gut ist, wenn Sie bereits rund 30 Minuten vor Beginn der Trauung ankommen. Es könnten viele Gäste zur Trauung erscheinen. Dementsprechend wird es seine Zeit brauchen, bis alle ihren Platz gefunden haben. Pünktlichkeit ist vor allem dann zwingend, wenn Sie eine wichtige Aufgabe bei der Zeremonie einnehmen.

Falls Sie trotzdem zu spät zur Trauung erscheinen, nehmen Sie in einer der hintersten Reihen Platz und stören Sie die Zeremonie nicht durch Ihr Eintreffen.

Sitzordnung bei der Trauung in der Kirche: Werden die Gäste nicht durch Helfer eingewiesen, ergibt sich folgende Sitzordnung. In der Kirche sitzen die Familien und enge Verwandte des Brautpaares in den ersten Reihen. Freunde und Bekannte des Paares nehmen in den hinteren Reihen der Kirche Platz. Bitte schliessen Sie dabei von vorne nach hinten auf, nicht dass zu viele unbesetzte Plätze das Gesamtbild stören.

Kleidung: Überlegen Sie bei der Wahl der Kleidung, dass es in Kirchen auch im Hochsommer ziemlich kühl werden kann. Nehmen Sie eventuell eine wärmende Jacke in die Kirche mit. Eine Trauung kann bis zu einer Stunde dauern. Zudem gehört es zum guten Ton, wenn die Schultern bedeckt sind. Richten Sie Ihre Kleidung nach der Braut und dem Bräutigam. Halten Sie sich an den vorgegebenen Dresscode. Herren dürfen ihr Jackett am Hochzeitstag erst dann ausziehen, wenn der Bräutigam seines auch abgelegt hat. Auch wenn es noch so heiss ist.

Machen Sie mit: Findet die Trauung in einer anderen Religion als es die Ihre ist statt, machen Sie bitte mit. Sie müssen sich mit dem Zeremoniell nicht auskennen. Es ist höflich, sich hinzusetzen, wenn andere es tun und aufzustehen wenn es die anderen Gäste tun.

Gratulationen: Üblicherweise wird dem Brautpaar nach der Trauung gratuliert. Danach beglückwünschen Sie auch die Brauteltern und die Eltern des Bräutigams. Sollten Sie die Eltern des Brautpaares nicht kennen, sprechen Sie erst Ihre Glückwünsche aus und stellen Sie sich anschliessend vor. Vergessen Sie nicht, den Brauteltern mitzuteilen in welcher Beziehung Sie zum Brautpaar stehen.

Immer mehr bittet das Brautpaar darum, auf eine lange Gratulationsschlange zu verzichten. Respektieren Sie dies bitte. Es ist viel angenehmer, wenn alle Gäste bereits etwas zu Essen und zu Trinken in der Hand haben und die Gratulationen erst nach und nach ausgesprochen werden. Dies sorgt für eine gute Stimmung und verhindert lange Wartezeiten.

Geschenkübergabe: Die Geschenke werden nicht vor oder direkt nach der Trauung übergeben. Auch überreichen Sie in unserer Kultur die Geschenke nicht direkt dem Brautpaar. Stellen Sie diese auf einen dafür vorgesehenen Geschenketisch. Sollte dieser noch nicht bereitstehen, übergeben Sie die Geschenke den Trauzeugen. Bitte versehen Sie die Geschenke mit einer Karte, so dass das Brautpaar später weiss, wem es dafür danken kann. Die Geschenke werden in der Regel erst am kommenden Tag ausgepackt, da während der Hochzeitsfeier keine Zeit dafür ist. Darum machen Sie bitte die Karte gut am Geschenk an, so dass diese nicht abfällt.

Benimmregeln für die Festtafel: Sitzen Sie erst nach Aufforderung des Gastgebers an den Tisch. Das Brautpaar gibt den Auftakt zum Anstossen und Essen. Beginnen Sie erst mit dem Essen, wenn alle am Tisch bekommen haben. Sitzen Sie an einer langen Tafel, warten Sie, bis Ihre Tischnachbarn das Essen bekommen haben. Sitzen Sie aufrecht. Halten Sie keine Ellbogen auf den Tisch. Wünschen Sie nie “einen guten Appetit”. Stochern Sie nicht im Mund herum, nicht mit vollem Mund sprechen. Halten Sie den Mund beim Kauen geschlossen. Führen Sie die Gabel zum Mund und nicht andersherum. Rülpsen oder Schmatzen Sie nicht. Stielgläser werden am Stiel und nicht am Kelch gehalten. Wenn das Besteck das Essen berührt hat, wird es nicht mehr neben den Teller gestellt. Während des Essens bleiben Messer und Gabel immer gekreuzt auf dem Teller. Wenn Sie mit dem Essen fertig sind, legen Sie das Besteck parallel auf den Teller (zehnvorvier). Muss jemand niessen, sagen Sie nichts. Niessen Sie selbst, entschuldigen Sie sich dafür.

Verabschiedung mit Anstand: Am Ende des Hochzeitstages wird sich beim Brautpaar und gegebenenfalls auch bei den Eltern für die Einladung bedankt. Loben Sie auch die tolle Organisation und die erstklassige Vorbereitung. Bedenken Sie, dass einer Hochzeit oftmals eine monatelange Planung und Vorbereitung vorausgeht.

Handy: Damit kein Fauxpas in der Kirche oder am Trauungsort entsteht, bleibt das Handy am besten im Auto oder zuhause. Ein klingeln während der Trauung ist unhöflich und ärgert das Brautpaar, den Zeremonienleiter oder Pfarrer und die anderen Gäste. Posten Sie keine Fotos vom Brautpaar oder anderen Gästen auf Social Media und unterlassen Sie das Nachrichten Schreiben oder Telefonieren während der ganzen Hochzeit. Handyfotos sollten nur mit ausdrücklicher Erlaubnis des Braupaares gemacht werden.

Tanzen: Der erste Tanz des Abends gehört ausschliesslich dem Brautpaar. Warten Sie den Eröffnungstanz ab. Bevor dieser nicht gemacht wurde, ist auch ein Verlassen des Festes nicht anständig. Wenn Sie keine passionierten Tänzer sind, tanzen Sie trotzdem und nehmen Sie an der Party teil. Tragen Sie zu einer guten Stimmung an der Hochzeitsparty bei.

Krawatten binden

Es gibt verschiedene Varianten zum Krawatten binden.

Hier wird in Kürze ein Video zum Thema Krawatten binden hochgeladen. Bitte haben Sie noch einen Moment Geduld.

Kutschen

Paare, die eine besonders romantische Hochzeit feiern möchten, lassen sich von einer festlich geschmückten Kutsche fahren. Es gibt auch Hochzeiten, bei denen die ganze Hochzeitsgesellschaft mit Kutschen oder Planwagen transportiert wird Klären Sie dann ab, ob es Allergiker unter den Gästen hat.